Herbst-Fundstück

Das erste Mal „Papa“ (noch vor „Mama“!), dass „Bambelbambel“ Bademantel heißt und „longacieren“ balancieren – von den Worten unserer Kinder versuche ich, so viel wie möglich festzuhalten. Wenn Zeit und Alltag an mir zurren, fällt es mir manchmal schwer, daran zu denken. Aber immer, wenn ich es schaffe, bin ich unheimlich froh darüber.

Weil ich in dieser Sammlung stöbern kann, wie in einer Schatzkiste. Und weil ich mir sicher bin, dass ich vieles davon inzwischen wieder vergessen hätte. Wie diesen zwei Jahre alten Satz meiner Tochter, den ich vorhin wieder entdeckt habe und der mich sehr gerührt hat.

Das Dokument auf meinem Laptop, in das ich alles schreibe, heißt „Babytagebuch“ – als das hat es vor ein paar Jahren begonnen. Und inzwischen ist es so viel mehr. Wenn ich an Weihnachten großzügig bin, rücke ich manchmal ein paar meiner besten Stücke raus und schenke sie den Großeltern, Tanten, Urgroßeltern. Diese kleinen, zarten Sätze, die oft ungelenk und hochphilosophisch zugleich klingen, sind auch für sie ganz besondere Geschenke.

Und wie ist das bei Euch? Seid Ihr auch Wörter-Sammler? Wie haltet Ihr die Zitate Eurer Kinder fest?

2 Kommentare
  • Britta
    Oktober 4, 2015

    Ich fand das so süß, als Du mir erzählt hast, dass Deine Mutter schon bei Dir und Deiner Schwester alles aufgeschrieben hat. Kam daher nicht auch die Überlieferung folgenden Satzes: „Ich heiße Mareike, bin so und so alt und gehe nicht mit Dir mit; auch wenn Du kleine Katzen hast?“ ( so ähnlich!) Deswegen habe ich auch einen kleinen Block, in dem ich die ersten Wörter und Sprüche festhalte. Wie zum Beispiel: „Ich bin die Chefin. Mama auch. Papa nicht.“ Oder (als sie noch kleiner war und morgens die Feuerwehr vorbei fuhr: “ Psst, Düüdadda! Papa schläft. „

    • Mareike
      Oktober 5, 2015

      Ach, die Süße…. Und ja, der Katzenspruch war wohl von mir! Lange nicht mehr dran gedacht;-)