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Lillifee auf Hufen: Warum Filly-Pferdchen nerven

Das Grauen kam mit dem Nikolaus zu uns. Es ist etwa drei Zentimeter groß, hat viel zu dicke Beine, rosafarbene Flügel und heißt Max: Unser erstes Filly-Pferdchen.

Ich muss zugeben, dass ich selbst daran nicht ganz unschuldig war. Nachdem das Kind in den Tagen zuvor mehrmals betont hatte, dass es „auch sooo gerne mal ein Filly-Pferdchen hätte“, habe ich noch schnell eins besorgt und im Stiefel versteckt. Ich dachte, es würde untergehen neben den tollen Büchern, dem pädagogisch wertvollen Spielzeug und den Süßigkeiten, die es sonst noch gab. Aber von wegen. Auf die Frage, was denn der Nikolaus gebracht habe, hieß es von nun an glücksseufzend: „Ein Filly-Pferdchen!“ (Ende, keine weiteren Nennungen).

Die Adventszeit und Weihnachten haben unsere Herde des Wahnsinns dann schneller wachsen lassen als eine Darmbakterien-Population. Wir haben inzwischen sogar ein rosafarbenes Plastikbrett, auf dem die Pferde (!) Schlittschuh laufen können und dabei fluoreszierende Spuren hinterlassen.

An dieser Stelle noch eine kurze Erklärung für alle, die wie ich bis vor ein paar Wochen nicht wissen, was das überhaupt sein soll, so ein Filly-Dingens: Im Prinzip ist es nichts anderes als eine Prinzessin Lillifee im Plastik-Pferdekörper. Bloß: Es gibt viele davon. Sehr viele. Alle in den gleichen Pastelltönen, mit den gleichen unförmigen Hufen und Schweifen – aber in ihrer Beknacktheit dann doch ein ganz klein wenig unterschiedlich, damit man sie sammeln kann.

Irgendwas müssen sie an sich haben, das auf kleine Mädchenhirne wirkt wie Geschmacksverstärker: Ist der Anfang erstmal gemacht, müssen immer mehr Fillys her. Es gibt verschiedene Familien, die in unterschiedlichen Häusern leben (zum Beispiel „das romantische Pilzhaus“ oder „der magische Wasserpalast“) und manche haben sogar Haustiere (nee klar, ein Pferd mit Haustier).

Bislang weigere ich mich, mit den Filly-Pferdchen in unserer Wohnung zu tun zu haben. Mein einziger Feindkontakt besteht darin, dafür zu sorgen, dass das Baby sie nicht ablutscht, weil ich die Befürchtung habe, dass das sehr ungesund sein könnte. Das Filly-Pferdchen-Spiel ist bei uns deshalb ein Vater-Tochter-Ding geworden. Ich war voller Bewunderung, wie er das über sich bringt, bis ich erfuhr, um was es in dieser ausgedachten Geschichte überhaupt geht: Die Filly-Pferdchen haben festgestellt, dass sie eine schreckliche Gen-Mutation haben und sind deshalb auf der Flucht aus dem Labor.

Wenn das so ist, schaffe ich das vielleicht auch. Und am Schluss enden alle als Einhornfilets.

 

 

3 Responses
  • Olga
    10.07.2015

    Genauso ist es…Und es gibt ein Spiel für Kinder ab 6, das ich nicht fähig bin zu spielen, es heißt „Filly Sagaland“ – man muss sich verschiedene Filly-Gesichter merken und dann – wenn es drauf ankommt – sie auch wieder erkennen. Im Gegensatz zu Papa bin ich nicht in der Lage die Pferde voneinander zu unterscheiden 🙂 und mache ständig 0 Punkte beim Spiel.

    • Mareike
      10.07.2015

      Haha! Wir sollten diese ganze Filly-Spielerei einfach generell den Papas überlassen…