Sign up with your email address to be the first to know about new products, VIP offers, blog features & more.

Mineralische Sonnencreme im Alltags-Check

Stiftung Mutti-Test war am Werk! Weil ich endlich eine richtig tolle mineralische Sonnencreme finden wollte, haben wir fünf verschiedene ausprobiert. Und das ist dabei rausgekommen…

Ja, ich gebe es zu: Ich habe ein bisschen Sonnen-Paranoia. So sehr ich sie liebe, habe ich gleichzeitig Respekt vor ihr. An den Kanaren-Strand schicke ich meine Kinder mit UV-Anzügen und alles, was oben und unten rausschaut, wird mit weißer Paste eingeschmiert. „Was um Himmels Willen ist DAS?“, scheinen mich die entsetzten Blicke der knackebraunen Spanier um uns herum ständig zu fragen. – Ähm, mineralische Sonnencreme.

Warum mineralische Sonnencreme?

Die Entscheidung zwischen Sonnenschutzmitteln mit chemischen und solchen mit mineralischen Filtern gerät oftmals sehr dogmatisch. Ich will herkömmliche Cremes mit chemischem Filter hier gar nicht verteufeln, es gibt inzwischen auch gut verträgliche Varianten mit geringem Allergie-Risiko und ohne hormonelle Auswirkungen. Aber Cremes mit mineralischem Filter, die die UV-Strahlen auf der Haut reflektieren, anstatt sie durch chemische Prozesse in Wärme umzuwandeln, sind mir persönlich lieber. Der Nachteil: Mineralische Sonnencreme hinterlässt häufig einen kalkweißen Film auf der Haut – und Flecken auf heller Kleidung. Aber wirklich immer? Weil ich das wissen wollte, haben wir uns durch eine kleine Palette mineralischer Sonnencremes unterschiedlicher Marken hindurchgetestet.

Mineralische Sonnencreme im Mutti-Test

Natürlich konnte ich die Cremes nicht auf ihre Inhaltsstoffe und nachweisbare Wirkung hin prüfen. Das überlasse ich lieber den Kollegen der entsprechenden Fachblätter. Ich wollte viel mehr wissen, welche Cremes uns im Familien-Alltag überzeugen: Wie lassen sie sich verteilen? Wie riechen sie? Wie hoch ist der Gespenster-Effekt? Und vor allem: Wie fiese Flecken machen sie? Hierzu habe ich Test-Flecken aller Cremes auf einem weißen Baumwoll-Body verteilt und eintrocknen lassen, anschließend mit Gallseife vorbehandelt (weil ich das bei allen Flecken so mache, muss ja realistisch sein) und mit 60 Grad in der Maschine gewaschen. Jahaaa, das ist Einsatz, oder? Bin ich auch ein bisschen stolz drauf.

Mineralischer Kinder-Sonnenbalsam von Alverde, LSF 30

mineralische-sonnencreme-alverde

Riecht süßlich-fruchtig, mir fast ein bisschen zu intensiv – aber die Kinder finden den Duft super. Die Creme ist nicht weißlich, sondern gelb und hinterlässt deshalb auf der Haut keinen Weißel-Effekt, verteilen lässt sie sich gut. Allerdings bleiben nach meinem Wasch-Test auf weißem Stoff (s.o.) deutlich sichtbare, gelbe Flecken. Also lieber dunklere Kleidung dazu tragen.

Mineralische Sonnencreme von Beyer & Söhne, SPF 30

mineralische-sonnencreme-beyersoehne

Die Creme enthält keine Duftstoffe (finden die Kinder wiederum langweilig, ich gut) und kommt klassisch-weiß aus dem Spender. Allerdings lässt sie sich erstaunlich gut verteilen und hinterlässt nur einen schwachen weißen Film auf der Haut. Flecken hinterlässt sie nach meinem Waschtest keine. Zusätzlicher Pluspunkt: Sie ist als einzige der von mir getesteten Cremes frei von Nanopartikeln (Es wird immer wieder darüber diskutiert, ob Nanopartikel in mineralischen Filtern über die Haut in den Körper eindringen können). Unser Favorit!

Mineralische Sonnencreme von Lavera, LSF 30

mineralische-sonnencreme-lavera

Die Creme duftet sehr dezent-natürlich und gleichzeitig ein bisschen wie die Sonnencreme meiner eigenen Kindheit. Da sie einen gelblichen Farbton hat, fällt ihr Schutzfilm auf der Haut fast gar nicht auf. Verteilen lässt sie sich hervorragend, allerdings hinterlässt sie nach meinem Waschtest auf dem weißen Stoff leichte, gelbliche Flecken.

Mineralische Sonnencreme von Ladival, LSF 30

mineralische-sonnencreme-ladival

Noch ein Produkt ohne Duftstoffe, allerdings mit starkem Gespenster-Effekt. Die weiße Creme lässt die Haut recht kalkig erscheinen, nach dem Auftragen fühlt sie sich leicht pappig an. Dafür hat sie die besten Ergebnisse im Fleck-weg-Test: Nach dem Waschen war auf weißem Stoff rein gar nichts mehr zu sehen.

Mineralische Sonnencreme von Avène, SPF 50

mineralische-sonnencreme-avene

Ein höherer Lichtschutzfaktor als bei den anderen Cremes, der Duft ist sehr dezent, die Farbe leicht gelblich. Sie zieht schnell ein und fühlt sich angenehm seidig an. Allerdings hinterlässt sie auf der Haut einen leichten weißen Film – und nach dem Waschtest hellgelbe Flecken.


 

Alle Cremes wurden uns von den Herstellern zum Testen zur Verfügung gestellt.

7 Responses
  • Elodie
    24.06.2016

    Wir haben diese:
    http://www.dadosens.com/dadosens-de/produkte/sun/sonnen-creme-kids-spf-30.html
    Sehr gut auch 🙂

    • Mareike
      24.06.2016

      Aber nicht mineralisch, oder?

  • Sabrina
    25.06.2016

    Huhu,

    wenn du eine gute mineralische Creme suchst, die dir aber wahrscheinlich nicht zur Verfügung gestellt wird, dann schau dir die Sonnencreme von Eco Cosmetics an.
    Die Neutral oder auch mit Sanddorn kann ich echt empfehlen .

    • Mareike
      25.06.2016

      Schau ich mir auf jeden Fall mal an, Danke!

  • Franzi
    28.06.2016

    Hmmm, ich habe eigentlich eine andere Erfahrung. Nachdem ich jetzt zwei Jahre lang meine Kinder wie weiße Gespenster rumlaufen hatte, das Auto voller weißer Flecken ist die nicht mehr vom Lack gehen, habe ich mich jetzt von der Alverde Sonnencreme verabschiedet und zu Ladival gewechselt. Finde ich viel besser! Ich nehme zwar nicht die für Kinder sonder für allergische Haut her (die Kinder gab es nicht in der Apotheke… macht das eigentlich einen Unterschied, weißt du das??) aber die zieht besser ein und lässt sich besser verteilen… Danke für den Test! Super interessant!

    • Mareike
      28.06.2016

      Danke für Deinen Kommentar! Aber kann es sein, dass Deine Creme für allergische Haut gar keinen mineralischen Filter hat, sondern einen chemischen? Die lassen sich nämlich tatsächlich besser verteilen!