Mutti goes Fernseh-Eule: Mann/Frau

Neues aus der Neigungsgruppe Binge-Watching: Diese kleine, feine Serie ist so unfassbar gut, dass man sie in einem Rutsch hintereinander weg gucken muss. Das Elternfreundliche daran: Jede Folge von Mann/Frau dauert nur fünf Minuten!

Gut, der Titel klingt erstmal ein bisschen nach Mario Barth. Aber was es dann zu sehen gibt, ist so viel lustiger, frischer und smarter, dass mir nicht viel einfällt, das im deutschen Fernsehen gerade da heranreicht.

Um was es geht: Wie es der Titel vielleicht schon verrät: um zwischengeschlechtliche Beziehungen. In der ersten Staffel haben Mann und Frau zusammen gefunden. In Staffel 2, die gerade erschienen ist, haben sie sich wieder getrennt und suchen nach Alternativen, ohne einander wirklich vergessen zu können. Eine einzelne Folge dauert um die fünf Minuten und wird abwechselnd aus der Frauen- oder der Männer-Perspektive erzählt.

Absolute Lieblingsfolge: In „Frau sein“ (siehe Video oben) erzählt ein Mann, was er alles tun würde, wenn er dem anderen Geschlecht angehören würde. Ich könnt mich wegschmeißen, obwohl ich mir’s gerade schon zum zweiten Mal angesehen habe.

Warum das so lustig ist: Weil alles so durchgedreht und gleichzeitig so realitätsnah ist. Als würde man das Leben ein paar verrückter Freunde via Live-Stream verfolgen. Die Dialoge sind großartig. Genauso wie die Schauspieler. In den Hauptrollen: Lore Richter und Mirko Lang. Auch Christian Ulmen, Collien Ulmen-Fernandes, Nora Tschirner und Friedrich Liechtenstein sind in Nebenrollen zu sehen.

Wo man das anschauen kann: Die erste Staffel lässt sich hier vollständig nach-gucken (ist aber nicht unbedingt Voraussetzung, um alles weitere zu verstehen). Staffel 2 gibt es auf der Mann/Frau-Seite des Bayrischen Rundfunks, der die Serie mit produziert hat. 

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