Mutti-so-yeah-Mucke: zehn Songs für Kinder, die auch Mama gerne hört

Musik für Kleine, bei der Mutti nicht mit den Augen rollt, sondern hastenichtgesehen das Tanzbein schwingt? Jawoll, die gibt es! Was meine Kinder und ich am allerliebsten hören – und wie.

Hätte ich lange nicht für möglich gehalten, aber jaaa, es gibt sie: Kindermusik, bei der Eltern sich nicht gleich Sorgen machen müssen, dass ihre Kinder später mal Stammgast im Fernsehgarten werden oder Junggesellenabschied im Bierkönig auf Mallorca feiern.

Egal, ob Geschichten oder Songs: Dass ich auch mag, was meine Kinder gerade hören, war mir schon immer wichtig – denn das ist über den ganzen Tag verteilt ganz schön viel. Im Kinderzimmer, mit ihrem CD-Player (leider recht störungsanfällig), oder auf Reisen mit einem eigens eingerichteten „Hörspielhandy“ im Flugmodus (leider nicht minder wartungsintensiv, inzwischen haben sie schon zwei Mal den Akku geschrottet und es neulich irgendwie geschafft, die Betriebssprache auf Chinesisch umzustellen, weshalb eigentlich niemand das Ding mehr bedienen kann). Seit Neuestem schleppen sie eine Toniebox mit sich herum, die Dank Rundum-Polsterung erstaunlich hart im Nehmen ist. Es gibt an ihr keine empfindlichen Regler oder Klappen, nur zwei Ohren zum lauter und leiser stellen sowie ein LED-Feld, auf das eine kleine Figur gestellt wird, um ihren jeweiligen Inhalt abzuspielen.  

Dass das prinzipiell gut klappen könnte, mit der Toniebox und uns, war klar beim Blick auf die feine Auswahl an Geschichten und Musik, die es auf den verschiedenen Toniefiguren zu erleben gibt: tolle Hörspiele wie „Der Räuber Hotzenplotz“ oder „Das Sams“ sind dabei, aber auch unser Kinderlieder-Sampler-Favorit „Unter meinem Bett“. Und seit neuestem „Unter meinem Bett 2“. Darüber hinaus gibt es sogenannte Kreativ-Tonies, auf die man eigene Inhalte spielen kann. Zum Beispiel einen der anderen tollen Titel unserer ultimativen Lieblingsmusik-Liste, die wir Euch hier verraten (mit einigen Video-Verlinkungen zu Reinhören):

  • „Der vergessliche Cowboy“ von den Poncho Ponys. Countrymusik für Kinder – in Maßen erstaunlich gut erträglich, zum Beispiel in Form dieser Wildwest-Schusselanekdote. Schönste Songzeile: „Wie war, wie war das noch? Ich bin ja so vergesslich! Was? Wie? Warum? Wohin? Ach was, ich reite westlich!“
  • „Immer muss ich alles sollen“ von Gisbert zu Knyphausen. Das rotzige Schnauze-voll-Stück ist wie einige andere Titel dieser Liste Teil der tollen Kinderlieder-Sampler „Unter meinem Bett“. Schönste Songzeile: „Es fängt ja morgens schon an, ich soll aufstehen, mich waschen, am Frühstückstisch still sitzen, essen, nicht quatschen, die Schuhe an, Jacke und ‚Nein, nicht die gelbe’, ich halt’s nicht mehr aus, es ist immer dasselbe.“
  • „Müde“ von Die Gäng. Spezialität der Reggae-Band: herrlich ungestellte Texte direkt aus dem Leben. Wie zum Beispiel in diesem vertonten Bettbring-Marathon. Schönste Songzeile: „Ey, wie jetzt, kurz vor elf? Also, so langsam wird dit frech! Ihr wisst es doch schon selbst, ey Mann ey, wirklich, ab ins Bett!“
  • „Theme from Kommissar Ärmchen“ von Olli Schulz. Die Geschichte vom Krake mit der Polizistenmarke ist leicht grölig und perfekt zum Abreagieren oder Ratzfatzaufräumen (siehe Seite xy, „Wie man Kinder zum Aufräumen bringt). Schönste Songzeile: „Ist der Hai mal wieder high, hat der Rochen was verbrochen, kommt der Kommissar vorbei und dann wird kurz streng gesprochen.“
  • „Der Habicht und der Hahn“ von Käptn Peng. Ein bisschen traurig und wunderschön zugleich – die Geschichte vom Hahn, der anstelle der Hühner den Habicht liebte. Schönste Songzeile: “Manche verstehen es halb, manche verstehen es gar nicht. Doch die beiden verschmolzen zu einem wunderschönen Hahnicht.“
  • „Wann sind wir endlich da?“ von Muckemacher. Perfekt für die Fahrt in den Urlaub. Schönste Songzeile: „Papa will schon los, aber Mama sucht noch was, und ich sitz schon im Auto ganz bequem. Hab mich angeschnallt und mit Proviant zugeknallt, Winke winke, ciao, Auf Wiedersehen!“
  • „Mücken nerven Leute“ von Laing. Der Sommersong schlechthin, weil so beschwingt (und so wahr). Schönste Songzeile: „Mücken nerven Leute, gestern morgen heute – Sssssssss … auf der Suche nach Beute.“
  • „Stadtlied“ von Matthäus Bär. Ein fluffiges Gute-Laune-Lied mit Wiener Schmäh. Schönste Songzeile: „Hoch auf den Dächern, wo die Wetterhähne krähen, und schon ganz früh, sich die Hochbaulastenkräne drehen, da will ich mit dir auf dem höchsten Schornstein stehen“.
  • „Quatschmachen und Schlapplachen“ von Das Bo & Co. Ein totaler Blödsinnsstimmungs-Trigger, aber in gut. Schönste Songzeile: “Kuddelmuddel, Schummibummi, Boingboing, Gummiflummi. Wir woll’n Quatsch machen und uns schlapp lachen!“
  • „Deine Mudder“ von Deine Freunde. Gerappte Liebeserklärung und Mutti-Hymne schlechthin. Schönste Songzeile: „Gib mir nur einen Moment, ich sammle noch ein bisschen Mut. Okay, ich glaub, ich bin bereit: Mama, ich find dich gut.“


    Die Toniebox wurde uns von der Boxine GmbH dauerhaft zum Testen zur Verfügung gestellt.

6 Kommentare
  • Lisa
    Mai 9, 2017

    Die toniebox haben wir auch! Die ist super…Musik, die ich jedem empfehlen kann: alle CDs von Joely&oliver! Ein Vater-Tochter Duo , das auch live total genial ist!

    • Mareike
      Mai 9, 2017

      … stimmt, da haben wir auch schonmal angetan reingehört!

  • Larissa//No Robots Magazine
    Mai 9, 2017

    Das Stadtlied mag ich auch sehr gerne! Wahrscheinlich sogar lieber als das Kind. 😉

    • Mareike
      Mai 9, 2017

      Haha, aber so lange es nicht genervt die Augen verdreht… Neue Listen-Idee: Kinder-Musik, die Eltern gerne hören, aber die Kleinen trotzdem nicht nervt.

  • Gregor
    Mai 10, 2017

    Danke für den Artikel – das Album „Unter meinem Bett“ hat es bis jetzt noch nicht nach Österreich geschafft (also ich kannte es bis jetzt noch nicht), aber steht ab jetzt sofort auf einer meiner To-do-Listen 😉

    • Mareike
      Mai 10, 2017

      Super! Ich hoffe, Ihr habt Spaß damit!