Taschengeld – ab wann und wieviel?

Ab wann sollten Kinder Taschengeld bekommen? Und vor allem: wieviel? Klar, dazu gibt es in Erziehungsratgebern ganze Kapitel zu lesen, aber ich hätte so gerne Tipps aus dem echten Leben. Und würde deshalb wahnsinnig gerne von Euch wissen: Wie handhabt Ihr das mit Euren Kleinen? Pädagogische Schwarmintelligenz sozusagen!

Zahlen sind gerade ein großes Thema bei uns in der Familie, denn unsere Große beginnt gerade, zu rechnen. Und will nun auch immer häufiger wissen: Was kostet eine Milch? Oder auch: eine Baustelle? Ein Flugzeug? Ihren neuen Brustbeutel, den sie zu Ostern bekommen hat, liebt sie sehr und nun stellt sich für uns die Frage: Wieviel Geld braucht eine Fünfjährige zu ihrer freien Verfügung? Braucht sie das überhaupt schon?

Freundin K. sagt: „Klar, Kinder können gar nicht früh genug damit anzufangen, den Umgang mit Geld zu üben.“ Die Informationsbroschüre der Landeshauptstadt München zum Thema Taschengeld sagt: „Schon vor Schulbeginn wissen Kinder, dass man für ein Eis etwas bezahlen muss oder dass man für Münzen und Scheine unterschiedlich wertvolle Dinge kaufen kann. Wenn kleinere Kinder gerne Taschengeld möchten, vielleicht weil sie größeren Geschwistern nacheifern, dann können sie zum Beispiel wöchentlich das Geld für ein Eis oder eine Kinderzeitschrift erhalten.“ Verschiedene Taschengeldtabellen, die im Netz zu finden sind, beginnen tatsächlich bereits bei der Altersgruppe Vier- bis Fünfjährige und schlagen 50 Cent pro Woche vor. Meine innere Gluckenstimme fragt: „Aber überfordern wir sie damit nicht? Bauen künstlichen Druck auf, dass jetzt regelmäßig irgendwas konsumiert werden muss?“

Falls Ihr Euch all diese Fragen auch schon gestellt habt, würde mich wahnsinnig interessieren, wie Ihr das zu Hause regelt. Ab wann haben Eure Kleinen regelmäßig Taschengeld bekommen? Wie viel? Und findet Ihr das im Nachhinein richtig so? Ich freue mich sehr über Eure Kommentare unter diesem Artikel!

8 Kommentare
  • Stephanie Cordes
    April 16, 2016

    Wow. Toller Beitrag. Hatte den Gedanken auch schonmal,aber auch erstmal wieder auf Eis gelegt. Mein Sohn wird im August 4. So lange wollte ich auf jeden Fall noch damit warten .
    50 Cent pro Woche, oder 1 € finde ich ziemlich ok. Eine Anregung zum Konsum sollte es allerdings nicht darstellen, sondern eher eine Bewusstseinserweiterung das es eben nicht geht immer alles zu bekommen, auch wenn es sich dabei mal um Kleinigkeiten handelt wie zb ein Schokoladenriegel.

    • Mareike
      April 16, 2016

      Danke Dir! Diese Konsumzwang-Sorge habe ich nur bekommen, als ich darüber nachgedacht habe, dass Kinder ohne Taschengeld ja auch nicht einfach so in irgendwelche Geschäfte gehen. Wenn sie dann ihr eigenes Geld haben, ist das ein bisschen wie eine Handlungsaufforderung dazu… Aber Deinen Gedanken mit der Bewusstseinserweiterung finde ich gut! Das lernen sie auf jeden Fall dabei.

  • Laura
    April 16, 2016

    Ich finde die Broschüre der LHM super. Bei uns gibt es Taschengeld ab Schulanfang und zwar einen Euro pro Woche in der ersten Klasse, zwei Euro in der zweiten Klasse usw. Vom Taschengeld und auch vom gesparten Geld dürfen sich die Kinder kaufen, was sie möchten. Habe ich Zweifel, erkläre ich es kurz, überlasse ihnen aber die Entscheidung.

    • Mareike
      April 16, 2016

      Dass die Taschengeldbeträge konform mit den Schulklassen laufen, finde ich eine super Regel! So schön plausibel. Ist schonmal notiert;-)

  • anja
    April 16, 2016

    Bei uns gibts auch das Taschengeld je nach Jahrgangsstufe und begonnen haben wir damit ab dem Termin der Schuleinschreibung im April. Da gab s dann für s Kindergartenkind 50ct pro Woche und sie war sowas von stolz 😉

    • Mareike
      April 16, 2016

      Das ist aber auch eine tolle Idee! Der kleine Schulkind-Vorgeschmack sozusagen 😉

  • Martina
    April 25, 2016

    Als meine Kinder noch klein waren haben sie ihr Taschengeld in BAR bekommen, soviel wie in der Info-Broschüre damals stand.
    Anfangs hatte ich echte Schwierigkeiten, den Kindern nicht reinzuquatschen, wenn sie sich irgendeinen Schmarrn kaufen wollten. Mittlerweile kaufen sie keinen wirklichen Mist mehr…
    Inzwischen bekommen sie ihr Taschengeld direkt aufs Sparbuch überwiesen, irgendwie sind beide ziemlich sparsam und kommen mit dem Geld über die Runden, die sie hin und wieder von den Omas zugesteckt bekommen.
    Meine 12 jährige Tochter will jetzt unbedingt einen Gesamtbetrag bekommen, von dem sie dann alles kaufen muss: Geschenke, Klamotten, Hefte, Schulbücher,… Bin mir da noch nicht so ganz sicher, ob das in ihrem Alter schon sein muss… Wenn sie was braucht, kaufe ich es ihr doch. Es sei denn sie braucht unbedingt das 7. Paar Chucks oder so 😉
    LG
    Martina

    • Mareike
      April 25, 2016

      Ja, beim Reinquatschen muss ich mich glaube ich auch zusammenreißen;-) Vielen Dank für Deine Erfahrungsberichte!