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Warum die Schlaghose und ich keine Freunde werden

Ich denke, es ist nun offiziell: Diese Schlaghosen-Sache wird diesen Winter ohne mich stattfinden. Das Schlacker-Beinkleid und ich werden keine Freunde. Ich hab’s versucht, wirklich. Aber wenn ich eine Schlaghose trage, sehe ich damit aus, als wäre ich auf der Walz.

Und nicht im allerentferntesten so grazil und zauberhaft wie die Frauen in den Modeblogs und Magazinen, die gerade nur noch mit Trichtern unterhalb des Knies das Haus verlassen. Dass ich für diese Silhouette nicht gemacht bin, mag vielleicht daran liegen, dass bei mir oberhalb des Knies das folgt, was sich bei den meisten Mamas, die einem Stück nervenberuhigender Schokolade nicht abgeneigt sind, eben figürlich so anschließt: Oberschenkel und Hintern. Mein Bein in Schlaghose ähnelt daher eher dem eines Brauereipferds als einer Hipsterstelze.

Aber es gibt da noch etwas, das die Schlaghose für mich als Mutti-Uniform denkbar ungeeignet macht. Ihre geringe Outdoor-Kompatibilität. Spielplatztauglich ist Kleidung nämlich nur dann, wenn man mit ihr durch knöchelhohen Matsch waten kann. Oder sie in Stiefel stecken, um eben das zu tun. Mit ausgestelltem Hosenbein geht beides nicht, stattdessen pflügt Mutti den Sandkasten um. Ganz zu schweigen davon, wenn sich der Stoff bei Schmuddelwetter bis zur Hälfte des Unterschenkels voll mit Regenwasser saugt. Da ich gewöhnlich an jedem Bein bereits ein Kind hängen habe, kann ich auf dieses Zusatzgewicht gut verzichten.

Wenn Ihr also in den kommenden Monaten auf einem Münchner Spielplatz eine völlig unhippe Frau in Skinny Jeans stehen seht: Das bin ich. Aber Ihr braucht Euch keine Sorgen zu machen – mir ist warm und gemütlich.